Der massive Taktik-Shooter Wardogs ist frisch in den Early Access gestartet und wir haben uns die Schlachten mit einhundert Spielern pro Match, natürlich auch angesehen. Dabei wird vollends auf Multiplayer gesetzt und ich habe versucht einen Helikopter fliegen. Nunja, was soll ich sagen. Ich bin zwar abgehoben mit einem riesigen Transportheli, nur um fünf Sekunden später krachend und explodierend auf dem Boden aufzuschlagen.
Auch das ist Wardogs, was habe ich mich selbst ausgelacht, meine Passagiere nahmen es auch sportlich. Beim nächsten Flug war ich dann aber lieber wieder Passagier.
Drei Teams auf gigantisch großen Karten
In Wardogs treffen sich drei Teams (Blau, Rot und Grün) zur Schlacht. Der Spielmodus den ihr antreffen werdet, ist „King of the Hill“ und wird auf riesigen Karten ausgetragen. Das Ziel ist es insgesamt 100 Punkte mit eurer Fraktion zu erreichen. Wer das als erstes geschafft hat, gewinnt das Match. Ein Spiel kann dabei schon einmal länger dauern, plant circa eine Stunde ein. Für den schnellen Abstecher zwischendurch, lohnt es sich nicht den taktischen Ego Shooter zu starten.
Punkte schreibt ihr, indem ihr euch in der Kontrollzone aufhaltet. Das Team mit den meisten Spielern darin, schreibt Punkte an. In der Kontrollzone gibt es noch eine sogenannte „Hot Zone“, dort finden üblicherweise die meisten Feuergefechte statt und hier verdient ihr auch am meisten Geld. Doch wozu benötigt ihr die Kohle eigentlich? Dazu kommen wir jetzt.
Der Händler und das Loadout
Der Antrieb Wardogs zu spielen ist der Händler, alles dreht sich um das verdiente Geld. Durch unsere Aktionen verdienen wir Erfahrungspunkte und steigen in unterschiedlichen Kategorien im Level auf. Hinter diesen Aufstiegen verbergen sich nützliche Dinge wie neue Waffen, eine stärkere Rüstung, größere Rucksäcke, etliche Gadgets und natürlich auch Fahrzeuge.
In den ersten ein, zwei Runden seid ihr im Grunde genommen nur besseres Kanonenfutter – streicht das bessere, ihr seid Opfer. Ohne Rüstung und mit einer popligen Waffe im Anschlag, versucht ihr nicht permanent zu sterben. Habt ihr die ersten Levelstufen geschafft, wird das Ganze spaßiger und man fällt nicht direkt um. Die Time to Kill bleibt aber trotzdem gering, es ist ein Taktik-Shooter und das spürt man auch.
Schreitet ihr über den virtuellen Jordan, ist euer Loadout verloren. Heißt nach jedem Tod, müsst ihr euch ein neues Loadout beim Händler kaufen aber das stellt grundsätzlich kein Geldproblem dar, denn für so ziemlich alles was ihr anstellt, erhaltet ihr Erfahrung und Geld. Ihr könnt mit dem Auto eure Mitstreiter in die Zone fahren – Katsching, Geld prasselt auf euer Konto. Genauso für Abschüsse aber auch Wiederbelebungen. Die Anreisezeiten sind relativ lang, dadurch wird Teamwork gefördert und meistens arbeiten alle zusammen um den Sieg zu erreichen. Ihr könnt aber auch mit dem Fernglas Gegner oder Fahrzeuge markieren oder kümmert euch um den Basisbau. Für alles bekommt ihr Geld und Erfahrungspunkte.
Der Krieg ist überall
In Wardogs gibt es vorgeschobene Stützpunkte, Forward Operating Bases oder kurz FOBs genannt. Diesen Stützpunkt kann jedes Team ausbauen. Dazu nutzen wir beispielsweise Support-Werkzeuge wie den Hammer und errichten Wände, Zäune, Tore und auch Fallen wie Stacheldraht. Das dafür benötigte Material wird von den Spielern selbst geliefert. Beim Bau solltet ihr auch darauf achten, welche Materialien verwendet werden. Holz, Glas und ähnlich weiche Ressourcen, halten keine Kugeln auf. Bei Metall prallen sie ab, wir können also theoretisch „um die Kurve“ schießen.

In der Mitte (grüner Kreis) befindet sich die Kontrollzone. Diese gilt es zu erobern. Außen seht ihr den jeweiligen Startpunkte (Rot, Blau und Grün) der jeweiligen Fraktion.
Die FOBs haben natürlich auch etliche Vorteile, der größte ist die strategische Lage, die sich in der Kontrollzone befindet. Es ist auch möglich nach dem virtuellen Ableben dort zu Spawnen. Heißt die Reisezeiten verkürzen sich drastisch und wir sind sofort wieder in der Action.
Early Access-Launch-Trailer:
Fazit:
Wenn ihr vor allem schnelle Ego Shooter wie beispielsweise Call of Duty spielt, wird Wardogs eher nichts für euch sein. Der taktische Shooter richtet sich eher an Fans von ARMA 3, Squad, Hell Let Loose oder auch Battlefield. Wobei die Battlefield-Reihe dann doch wesentlich action-reicher ausfällt.
Ein Spiel für Menschen, die den Spielmodus auch wirklich spielen. Supportern und vor allem der Wiederbelebung auf dem Schlachtfeld wird eine immens große Bedeutung zugemessen. Das Team das am besten Zusammenarbeitet, gewinnt auch – Teamwork wird hier wirklich großgeschrieben. Alleingänge enden meist tödlich und tragen so auch nicht zum Erfolg bei.
Wenn ein Team funktioniert, passieren unfassbar tolle Dinge. Die Helis fliegen ihre Kameraden, die Baumeister errichten bereits einen Außenposten, Raketen schlagen ein, die Aufklärer markieren die Feinde und wenn dann noch genügend Mitspieler sich in der „Hot Zone“ tummeln, ist der Sieg vorprogrammiert.
Wardogs von BULKHEAD und Team17 findet ihr auf dem PC via Steam als Early Access-Version.



