Der Indie-Entwickler Square Glade Games hat mit Outbound ein Cozy-Survival-Crafting-Spiel veröffentlicht. Alleine oder maximal zu viert im Online-Koop, fahren wir hier mit unserem Wohnmobil durch verschiedene Landstriche. Unser Camper ist dabei komplett ausbau- und anpassbar.
Wie sich diese Mischung spielt und ob das überhaupt Spaß machen kann, klärt nun unser Test.
MissEve darf entspannen
Starten wir Outbound das erste Mal, steht die Charakteranstellung an. Natürlich wirft sich für uns unsere beliebte MissEve in das entspannte Abenteuer. Nach der Charaktererstellung können wir noch unseren Wohnwagen anpassen und schon kann die gemächliche Fahrt starten. Wir durchstreifen dabei unterschiedliche Gebiete und abwechslungsreiche Landschaften. Das Ziel ist es, ein Gebiet verlassen zu können. Dazu müssen wir kleinere Rätsel lösen und verschiedene Aufgaben bewältigen. Beispielsweise reparieren wir Brücken, einen vernichteten Aussichtsturm oder gar einen Heißluftballon, mit dem wir anschließend auf einen hohen Berg fliegen dürfen.

Unser Wohnmobil haben wir schon mächtig ausgebaut. Wir haben Wände hochgezogen, züchten Pflanzen, haben Sonnenkollektoren montiert und etliche Werkbänke für die Gegenstandsherstellung.
Damit wir all das aber überhaupt erst schaffen können, benötigen wir dutzende unterschiedliche Ressourcen. Diese können, sollten und müssen wir dann an Werkbänken weiterverarbeiten. So entstehen mit der Zeit sogar Akkus und ähnlich nützliche Gegenstände mit denen wir unseren Camper aufmotzen können und der Kübel hat es auch dringend nötig, vor allem in Sachen Geschwindigkeit. Das Standardtempo des Gefährts ist unheimlich langsam. Das erklimmen von Hügeln stellt ein richtiges Problem dar.

In einer Mission können wir uns diesen knuffigen Begleiter verdienen. Das Hündchen begleitet uns fortan auf unseren Abenteuern und dient als zusätzliches Inventar.
Ein kleiner Tipp mit enorm großer Bedeutung. Verarbeitet ja nicht alle Ressourcen weiter und untersucht wirklich jeden Winkel der unterschiedlichen Gebiete, ihr werdet die einzelnen Ressourcen später für ein großes Rätsel benötigen. Die alternative ist nämlich die Rückfahrt und die erneute Suche in den Gebieten und das macht mit der ungemein langsamen Geschwindigkeit des Campers keinen Spaß. Natürlich extra und geplant für euch ausprobiert *hust*.
Der Gameplay-Loop:

Mit dem Heißluftballon fliegen wir auf diesen Berg. Dort oben erhalten wir eine Blaupause und können anschließend das Wüstengebiet verlassen.
Outbound richtet sich an Spieler die es gemütlich haben wollen. Wirklich schwierig ist das Spiel nicht. Ein typischer Tagesablauf sieht folgendermaßen aus: Mit dem Wohnwagen durch die Gegend cruisen, Ressourcen sammeln, Ressourcen weiterverarbeiten, Nahrung herstellen, mit den verbesserten Rohstoffen unser Werkzeug und/oder den Camper upgraden und anschließend erschöpft ins Bett fallen.
Immer wieder sind wir auch per Pedes unterwegs, hierbei solltet ihr darauf achten, nicht zu spät in die Landschaften hinaus zu wandern. Ist die Sonne untergegangen, ist es nicht mehr möglich zu sprinten. Glaubt uns, wenn euer Fahrzeug 600 Meter entfernt ist, wird das ein verdammt langer Rückmarsch.
Sammeln solltet ihr grundsätzlich alles, vor allem Müll. Diesen Müll können wir nämlich weiterverarbeiten und an Funktürmen gegen die dringend benötigten Blaupausen eintauschen. Die Blaupausen sind immer missionsrelevant, bieten verbesserte Werkzeuge, neue Werkbänke aber auch zusätzliche Deko-Optionen. Abseits von den Haupt- und Nebenmissionen können noch Lagerfeuer entzündet, Zwerge gesammelt, Steinhaufen gestapelt und Gemälde entdeckt werden. Im sogenannten „Cap ’n Snaps“ könnt ihr gegen Kronkorken allerhand Kleinkram kaufen und euren Wohnwagen damit zustellen.
Gameplay-Overview-Trailer:
Fazit:
Outbound richtet sich vor allem an Spieler die eine Auszeit suchen und von dem gemütlichen Gameplay nicht genervt sind. Einsam oder gemeinsam im Online-Koop für bis zu vier Spieler, könnt ihr hier entspannende Spielstunden erleben.
Die Rätsel und Aufgaben lockern das gemächliche Gameplay auf und versorgen uns so permanent mit einer Karotte vor der Nase.
Was mich etwas gestört hat, ist die unheimlich langsame Fahrgeschwindigkeit des Campers aber hey, Wusa, entspann dich Messi. Kleiner abschließender Tipp noch, schaut das ihr immer genügend Nahrung auf Lager habt, übernachtet einfach bei Ressourcenvorkommen, die spawnen am Morgen nach, das wird euch viele „nutzlose“ Fahrten ersparen.
Outbound ist auf PC (Steam), XBox Series X|S, PS5 und Nintendo Switch (2) verfügbar.

