In Above the Snow verschlägt es uns in die verschneiten Alpen. Dort ist es unsere Aufgabe, eine Berghütte aufzubauen die Touristen anzieht und ihnen Schutz gewährt aber in der sie sich auch entspannen und eine gute Zeit verbringen können.
Das Problem? Ein Jahrhundertwinter zieht auf und stellt uns und unsere Crew vor riesige Herausforderungen. Wir müssen nicht nur die heruntergekommene Berghütte in ein Alpen-Resort verwandeln, sondern auch für Holz und Nahrung sorgen. Wie sich das Ganze spielt und was euch erwartet, lest ihr nun in unserem Test.
Die Qual der Wahl
In Above the Snow solltet ihr mit der Kampagne starten. Darin erlernen wir die ganzen Spielmechaniken und erleben die Geschichte des Schutzhauses „Corotan“. Zu Beginn gleicht es einer Bruchbude. Doch warum sind wir eigentlich hierhin gekommen? Dahinter verbirgt sich eine Gangstergeschichte. Der Hauptcharakter hat einen Raub begangen und muss nun flüchten. Zum Glück gibt es in den Bergen einen alten Kauz, dem wir zur Hand gehen können und wir können in den Alpen vorzüglich unsere Beute verstecken.

Unser Erdgeschoss der Berghütte ist schon gut ausgebaut. Alles ist noch etwas chaotisch eingerichtet aber das werden wir mit der Zeit noch ändern… also vielleicht.
Die Story-Kampagne könnt ihr in drei Schwierigkeitsgraden genießen, es ist also für jeden Spielertyp die passende Herausforderung vorhanden. Nach dem Abschluss der Kampagne oder sobald ihr euch mit den Spielmechaniken vertraut gemacht habt, könnt ihr alternativ den Endlospielmodus „Endloser Winter“ zocken. Hier gilt es zufällige Wettereffekte und zufällig zugeteiltes Personal zu handeln.
Der Aufbau beginnt

Hier seht ihr den umfangreichen Forschungsbaum. Mit jedem Rufaufstieg – Level 5 ist möglich – schalten wir neue Technologien, Gebäude, Einrichtungsgegenstände und mehr frei.
Der Beginn in Above the Snow dreht sich vor allem um Ressourcen. Wir müssen tunlichst zusehen, dass wir immer genügend Nahrung und Holz auf Vorrat haben. Die Nahrung wird in der Küche zu Essen weiterverarbeitet und das Holz brauchen wir logischerweise für die Heizung, damit unsere Alpenhütte wohlig warm ist. Holz benötigen wir aber auch für den Ausbau unserer Hütte. Wollen wir zusätzliche Möbel wie Betten, Tische und Co. aufstellen, benötigen wir dafür Holz.
Sind die Gäste zufrieden, lassen sie Geld bei uns. Das investieren wir zu Beginn vor allem in Lieferdienste, die uns die dringend benötigten Ressourcen vorbeibringen. In weiterer Folge benötigen wir das Geld auch für spezielle Gegenstände, Außengebäude und für den umfangreichen Forschungsbaum. Da wir am Anfang über wenige Arbeitskräfte verfügen, steht permanentes Mikro-Management an. Wir verschieben die Arbeiter zwischen den einzelnen Stationen wie zum Beispiel Küche und Holzschuppen und reparieren nebenbei brach liegende Gebäude. Durch die Schneestürme werden unsere Außengebäude die beispielsweise der Produktion dienen, nämlich beschädigt.

Ziemlich mittig seht ihr „MDEs Snowflake“. Von unserer Schneeflocke aus, verlegen wir unsere Wanderwege und erschließen und so mit der Zeit weitere Berggipfel und Aussichtspunkte.
Mit der Zeit haben wir aber immer mehr Arbeiter zur Verfügung und das Mikro-Management verkleinert sich zum Glück. Ab diesem Moment geht es vor allem darum, neue Bergrouten zu erschließen und unseren Ruf zu steigern. Die ganzen Bergrouten können wir nämlich selbst auf einer Übersichtskarte verlegen und ziehen so immer weiter gefächerte Gäste an. Haben wir zu Beginn meist nur so zehn Gäste, sind es nach ein paar Spielstunden bereits über siebzig.
Ihr solltet also darauf achten viele verschiedene Wanderwege – von einfach bis hin zum Profi – aufzustellen. Manch ein Gast überschätzt auch seine eigenen Fähigkeiten. Dann heißt es mit dem Rettungshelikopter auszurücken und den Noob vom Berg und anschließend in das Dorf zu fliegen. Verstirbt euch ein Gast, schadet das eurem Ruf, also Obacht.

Hier seht ihr unseren noch kleinen aber feinen Außenbereich. Die Gäste erwartet ein Feuerplatz, Bänke, ein wärmendes Bad, Beschilderungen, Hinweistafeln, schöne Beleuchtung bei Nacht und ein Abstellbereich für ihre Ausrüstung.
In weiterer Folge wird unsere anfangs kleine Berghütte immer größer. Wir erschließen uns zusätzliche Stockwerke und lassen so den Rubel rollen. Der Aufbauspaß endet aber nicht in unserer Hütte. Durch den Forschungsbaum können wir auch etliche Gebäude außerhalb bauen wie zum Beispiel einen Ausrüstungsverleih, eine Sauna, ein Bad und noch etliches mehr. Aber auch im Innenbereich können wir spezielle Dinge freischalten, beispielsweise eine Trinkgeldkasse und das Highlight ist natürlich unser wunderschöner Bernhardiner, der unsere anreisenden Gäste begrüßt.
Launch-Trailer:
Fazit:
Above the Snow bedeutet am Anfang viel Mikro-Management mit unseren Arbeitern. Das legt sich aber mit der Zeit und dann stellt sich ein gemütlich Flow ein. Wir bestellen Ressourcen, legen neue Wanderwege an, bauen unsere im Schnee liegende Berghütte aus und verschönern und erweitern den Außenbereich.
Einzig und allein die Rufsteigerungen dauern mir persönlich viel zu lange. Die maximale Rufstufe beträgt Level fünf und es dauert einfach gefühlt ewig, die nächsthöhere zu erklimmen. Die Krux an der Sache? Nur mit der nächsthöheren Rufstufe könnt ihr den nächsten Kreis im Forschungsbaum erreichen und so neue Technologien, Einrichtungsgegenstände und Außengebäude kaufen beziehungsweise bauen – aber das würde sich ja durch ein Update problemlos lösen lassen.
Abseits davon hatte ich viel gemütlichen Spaß mit Above the Snow und kann euch den strategischen Ausflug in die Alpen durchaus empfehlen.
Above the Snow findet ihr auf dem PC via Steam.

