Mit dem aktuellen Update wurde ein 4er-Online-Koop-Modus in Blossom: The Seed of Life integriert. Das haben wir uns zum Anlass genommen, um das Indie-Kleinod zu testen.
Euch erwarten Crafting, Basisbau und Automatisierung. Im Prinzip sprechen wir hier vom kleinen Bruder von The Planet Crafter. Wo die Unterschiede liegen und ob sich ein Kauf für euch lohnen kann, klärt nun unser Test.
Ab auf den Mars
Als Roboter namens Blossom landen wir einsam uns alleine auf dem Mars. Erstmal sehen wir uns um und entdecken – nichts. Alles ist leer, nur unsere Landungskapsel steht auf der Oberfläche. Um uns herum, lassen sich einzelne Ressourcen entdecken. Also ran an die Arbeit, von nichts kommt nichts.

Hier haben wir bereits die Sandstürme beendet und das ewige Eis gebrochen. Nun geht es an das biologische Wachstum.
Der Planet wird bei jedem neuen Start von Blossom: The Seed of Life via Zufall generiert. Heißt jeder erneute Versuch spielt sich etwas anders. Haben wir die ersten Ressourcen gesammelt, steht die Stromerzeugung an oberster Stelle.
Hier möchte ihr direkt meinen einzigen größeren Kritikpunkt anbringen. Das Stromnetz ist unglaublich kleinteilig und man ist quasi permanent dazu gezwungen es abzureißen, zu adaptieren, zu verbessern und es dann wiederaufzubauen. Wir tragen dauernd irgendwelche Kabel von A nach B um unsere Stromversorgung zu gewährleisten. Ohne Strom läuft nämlich gar nichts. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Wasserleitungen hinzu. Die sind zwar nicht so nervig aber funktionieren nach dem gleichen Prinzip.
Wir Terraformen
Mit den gesammelten Ressourcen formen wir an unserer Werkstatt und an unserem Drucker weiterverarbeitete Materialien und stellen zusätzliche Stationen auf. Immens wichtiger Tipp: Früher oder später werdet ihr euren Bauradius in Blossom: The Seed of Life erweitern müssen. Dazu baut ihr auf eurem aktuellen Rand, einen zusätzlichen Drucker hin und versorgt ihn mit Strom. Nun verfügt ihr über mehr Fläche und könnt so beispielsweise einen See erreichen, um Zugang zu Wasser zu erhalten.

Wir unternehmen auch Ausflüge ins Weltall. Auf einer dieser Reisen finden wir „Rubek“. Fortan ist er unser ständiger Begleiter. Er ist zwar sinnlos, aber knuffig zum Ansehen.
Grundsätzlich unterteilt sich die Umwandlung des Planeten in folgende Bereiche: Druck, Temperatur, Sauerstoff und „Boden“ (Pflanzen und Tiere). In jeder dieser Phasen schalten wir neue Gebäude und Hilfsmittel frei, damit die Terraformierung schneller voranschreitet.
Das sagt der Solo-Entwickler Thorin:
“Players have been asking for co-op since the very first dev log, but I always worried it would take away from Blossom’s feeling of being alone on a vast, quiet planet. What surprised me is that co-op didn’t take away any of that at all. Mars still feels huge, quiet, and isolated, but now you can experience that together.
It also creates some really funny situations. While testing with my wife, we had a disagreement about how we should run things, and she eventually went off and built her own base of operations on a completely different part of the planet while I continued running mine. Moments like that made me realize that co-op doesn’t just let you survive Mars together; it gives you completely new stories to tell.”
Koop-Trailer:
Fazit:
Wenn euch The Planet Crafter gefallen hat, dann wird euch Blossom: The Seed of Life ebenfalls gut unterhalten. Der Spielsog entfaltet eine ähnliche Wirkung wie der vom großen Bruder. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich der Planet weiterentwickelt und dann allmählich Pflanzen und Tiere entstehen.
Aus einem Grund bleibe ich persönlich aber bei Planet Crafter und das ist die nervige Kleinarbeit mit den Strom- und Wasserkabeln aber nunja so ist das Gameplay halt bei Blossom gewichtet. Meine Empfehlung: Spielt im Koop, da geht das Ganze leichter von der Hand.
Blossom: The Seed of Life von Pebbledust Games und Pretty Soon findet ihr auf dem PC via Steam.

