Wenn ihr Dark Messiah of Might and Magic vermisst, solltet ihr euch unbedingt Immortals of Aveum von den Ascendant Studios und Electronic Arts anschauen. Den magischen Ego Shooter gibt es aktuell auf allen Plattformen im Abverkauf.
Euch erwartet Sci Fi, krachende Action, ein paar nette aber teils vorhersehbare Wendungen, Magie und ein liebenswerter Held, der uns immer wieder durch seine freche Pappalatur zum Lachen bringt. Alles weitere klären wir nun in unserem Klassiker-Test.
Der ewige Krieg
Immortals of Aveum startet sehr persönlich. Wir erleben die Jugendtage unseres Helden Jak. Eine Handvoll Waisenkinder haben sich zusammengefunden um in der angeschlagenen Welt zu Überleben. Sie haben gespart – von ihrer Diebesbeute – und konnten sich so einen kleinen Platz sichern, den sie ihr Zuhause nennen. Das Leben läuft gut, bis unsere Stadt plötzlich von Sandrakk und seinen Rasharn-Schergen angegriffen wird. Unsere Heimat und unser Häuschen werden gesprengt und vermeintlich sterben alle Waisenkinder bis auf Jak.
Nach dem Angriff findet uns Generalin Kirkan – die Anführerin der Unsterblichen. Sie erkennt Jaks Fähigkeiten und nimmt ihn kurzerhand unter ihre Fittiche, um ihn zu einem mächtigen Kampfmagier auszubilden. Die Fronten scheinen klar aber das Spiel verschiebt sie immer wieder. Es bietet verschiedene Ansichten und letztlich können nur wir die Welt vor dem Untergang retten aber zu welchem Preis?
Unsere magischen Kräfte
In Immortals of Aveum gibt es drei unterschiedliche magische Kräfte. Sie unterteilen sich in die Farben: Rot, Grün und Blau. Blau setzt ihr vor allem im Fernkampf ein – quasi der Sniper. Grün ist der Allrounder – Maschinengewehr/MP und Rot verwendet ihr im Nahkampf. Jede dieser magischen Mächte kann in einem eigenen Fähigkeitenbaum ausgebaut werden. Dadurch erhaltet ihr nicht nur zusätzlichen Schaden, sondern auch neue Angriffe und Verteidigungswerte.
Eure Ausrüstung bestimmt dann, wie sich ein Zauber anfühlt. Für jede Farbe gibt es unterschiedliche magische Waffen die das Gameplay radikal beeinflussen. Egal ob ihr lieber langsam eure Angriffe verschießt oder lieber blitzschnell – beides ist möglich. Ihr könnt euch auch auf den Nahkampf fokussieren aber grundsätzlich ist der Fernkampf die beste Variante.
Abgerundet wird das Ganze von einer ultimativen Fähigkeit, Doppelsprüngen inklusive Gleiten und drei verschiedene Totems. Die Totems buffen nicht nur unsere Werte und Zauber, sondern sind auch ein wichtiges Gameplay-Element. Mit ihnen lösen wir unterschiedliche Rätsel oder verlangsamen Feinde. Außerdem gibt es zwei ausrüstbare Ringe (passive Boni) und die Armschienen (Rüstung und Verteidigung). Die kompletten Gegenstände gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen und können selbst hergestellt und verbessert werden – also schön die Spielwelt nach neuen Varianten absuchen und vergesst nicht die Truhen zu plündern.
Die genialen Kämpfe:
Das absolute Highlight von Immortals of Aveum sind die schnellen, actionreichen aber teils auch kniffligen Kämpfe. Das Kampfsystem macht schon gegen die normalen Gegner Spaß dreht aber bei Elite-Gegnern und in den Bosskämpfen nochmal ordentlich auf. Manch ein Gegner verfügt auch über ein Schutzschild. Nun müsst ihr die richtige Zauberfarbe wählen und mit den dazugehörigen mächtigen Attacken das Schild zerstören. Anschließend geht es der Lebensleiste des Gegners an den Kragen.
Stellt euch folgendes vor: Ihr betretet eine Arena, dutzende Gegner spawnen und auch ein Elite-Widersacher lässt sich blicken. Mit dem Doppelsprung und der Gleitfähigkeit weichen wir den ersten Angriffen aus und fasern nebenbei die normalen Gegner von der Bildfläche. Ein Nahkämpfer stürmt auf uns zu, kein Problem, flink aktivieren wir unser Schild und blocken den Angriff. Wir wechseln durch unsere magischen Meinungsverstärker und zerlegen die Gegner fachgerecht in kleine Stücke.
Die nächsten Schurken spawnen nach, es wird eng. Wir zünden den ultimativen Angriff und erledigen so problemlos weitere Fieslinge und hauen anschließend dem Boss volles Pfund aufs Maul. Es ist wie eine Symphonie der magischen Gewalt die sich einfach nur gut anfühlt.
Launch-Trailer:
Fazit:
Hach was für ein Ritt die knapp zwanzig Spielstunden in Immortals of Aveum doch waren. Die fabelhaften und actionreichen Kämpfe sind wohl eindeutig das Highlight dieses magischen Ego Shooters.
Abseits davon gibt es viel zu Erkunden und Metroidvania-Element für sammelwütige Gamer. Auch die Geschichte hat mich gut unterhalten und der Wechsel zwischen ernsten und witzigen Szenen lockert alles etwas auf. Leider ist die Geschichte teils etwas vorhersehbar für mich gewesen aber das ist dann letztlich jammern auf hohem Niveau.
Nach dem Abschluss der Story könnt ihr noch sechs schwierig zu besiegende Bosse angehen, zusätzliche Geisterportale betreten oder den New Game+-Spielmodus starten. Wenn ihr also auf der Suche nach einem geistigen Nachfolger von Dark Messiah of Might and Magic seid, werdet ihr hier fündig. Aber auch Freunde der brachial schnellen Ausrichtung des Doom-Reboots kommen hier auf ihre Kosten.
Immortals of Aveum findet ihr auf PC (Steam), XBox Series X|S und PS5.





